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Die Geschichte des BRG Krems


01.12.1862: Petition des Gemeinderates von Krems an den Niederösterreichischen Landtag zur Errichtung einer selbstständigen Realschule in Krems, um im Zeitalter der Industrialisierung und des technischen Fortschritts einen neuen Schultyp zu schaffen, der die offensichtlichen Ausbildungsmängel in den damals üblichen Schultypen beheben sollte.
Der amtierende Bürgermeister Dr. Ferdinand Dinstl junior war Mitglied des NÖ Landtages und als glänzender Redner für den Fortschritt und die Weiterentwicklung des bürgerlichen Bildungsweges bekannt.
14.03.1863: Beschluss des NÖ Landtages zur Errichtung einer Landes-Ober-Realschule (offizielle Bezeichnung) in Krems nach den Vorbildern von Wien (3 Realschulen) und Wr. Neustadt.
16.03.1863: Die außerordentliche Gemeinderatssitzung dient der Gründung von vorbereitenden Ausschüssen zur Planung einer vollständigen sechsklassigen Realschule, drei Klassen Unterrealschule und drei Klassen Oberrealschule.
27.04.1863: Billigung des Vertrages mit dem NÖ Landtag durch den Gemeinderat mit dem Vorschlag, im Oktober im Haus Pfarrplatz 7 (ehemalige Stadtschule) als Provisorium zu beginnen und gleichzeitig die dort befindlichen drei Klassen Trivialschule (Elementarschule für die Bürgerkinder der Stadt) mit der Hauptschule des Piaristenkollegs zu vereinigen.
24.09.1863: Gemeinderatsbeschluss für einen Neubau mit geplanten Kosten von 54 000 Gulden (fl.), während der Standort aber noch umstritten und ungeklärt war, da mit dem Bau des Dammes erst 1862 begonnen worden war und die Zuschüttung des Kremser Donauarmes erst 1863 in Angriff genommen wurde, um mehr Bauland bzw. einen Baugrund für eine neue Bildungsanstalt zu bekommen.
15.10.1863: Eröffnung der neuen Unterrealschule (bestehend aus drei Klassen) mit einem feierlichen Hochamt in der Stadtpfarrkirche und einem Festakt im großen Saal des Kremser Rathauses, am nächsten Tag beginnt der Unterricht in der ersten Klasse mit 27, der zweiten Klasse mit 22 und der dritten Klasse mit zwölf Schülern.
Herbst 1864: Einigung über Situierung des Neubaus auf dem heutigen Standort, wobei der Wiener Architekt Kurz mit der Planung betraut wurde, um (nach dem damaligen Empfinden) ein geschmackvolles und gut ausgestattetes Schulgebäude zu erhalten.
1864/65: Eröffnung der ersten Klasse der Oberrealschule mit elf Schülern, ab 1866/67 war die dreiklassige Oberrealschule vollständig besetzt und der erste Direktor Dr. Ullrich Georg überwindet die enormen (auch finanziellen) Schwierigkeiten der neuen Schule mit Energie und großem persönlichen Einsatz.
25.03.1865: Unterzeichnung des Bauvertrages, Fundament auf hölzernen Piloten, die "so tief als es zur vollsten Sicherheit des Gebäudes notwendig ist, aber mindestens 15 Schuh in den Grund hineinzutreiben sind", wird errichtet.
15.10.1865: Feierliche Schlusssteinlegung und Einweihung des neuen Schulgebäudes um 11 Uhr nach dem Gottesdienst, und zu Beginn dieses Schuljahres werden die sechs Klassen bereits mit 150 Schülern gefüllt, wobei 87 aus Krems kommen.
1873-1888: Beeinflusst durch die Wirtschaftskrise sinkt die Schülerzahl während der Leitung durch Direktor Anton Eberle kontinuierlich auf 122 Schüler, obwohl seit 1873 eine dreiklassige Handelsmittelschule angeschlossen ist, die ab 1878 nur mehr zweiklassig geführt wird.
18.09.1907: Benützungsfreigabe der angebauten Ost- und Westflügel (Bilder: Schule ohne Westflügel, mit Zubau), da die Schülerzahl Ende des Jahrhunderts die Zahl 300 überstieg.
01.01.1912: Elektrische Beleuchtung wird feierlich in Betrieb genommen und bezeugt auch hier den technischen Fortschritt der 2. Industriellen Revolution.
1914-1918: Direktor Regierungsrat Martin Spiegel muss die Schule zum Lazarett für 300 Soldaten mit Choleraverdacht umfunktionieren und binnen 24 Stunden räumen, deshalb findet der eingeschränkte Unterricht nur an Nachmittagen im Gymnasium statt.
Infolge des Lehrermangels wird der Kremser Bezirksrichter zu fünf Stunden Unterricht pro Woche verpflichtet und anstelle des Turnunterrichts finden militärische Jugenderziehung und Schießübungen statt.
22.05.1922: Brand im Nordwestflügel, unter Direktor Hofrat Adolf Illing Sanierung der Brandschäden und Schäden durch Senkung (bis 18 cm) infolge abgefaulter Holzpiloten aus der Gründungszeit des Gebäudes (ragten aus dem abgesenkten Grundwasserspiegel der Donau heraus).
1934-38: Beeinflusst durch den Bürgerkrieg im Februar und die Politik des Austrofaschismus beginnen die Luftschutzkurse als Teil des Stundenplans und ab 1936 die vormilitärische Jugenderziehung.
1939-1945: Während des 2. Weltkrieges werden noch mehr Schüler als im 1. Weltkrieg zum Militär eingezogen, 1943 wird unter Direktor Dr. Alfred Badstuber die ganze sechste Klasse,-geführt von Lehrkräften,- als Luftwaffenhelfer eingesetzt.
02.04.1945: Zerstörung der Nordwestecke und des Westflügels der Schule durch einen alliierten Bombenangriff. Nach Kriegsende Besetzung des Gebäudes durch die russische Besatzungsmacht und zweieinhalb Jahre Unterricht in Notunterkünften im Gymnasium der Piaristen.
03.11.1947: Wieder Unterricht im notdürftig sanierten Restgebäude.
27.10.1950: Wiederherstellung der zerbombten Gebäudeteile mit Errichtung eines kleinen Turnsaales und einer Direktorenwohnung für Direktor Hofrat Dr. Alfred Willim.
Unterbringung des neu gegründeten Mädchenrealgymnasiums und der daran anschließenden Frauenoberschule im Gebäude der Schule.
1954-1956: Drückende Raumnot durch zusätzliche Unterbringung der neu gegründeten Handelsakademie (Abteilung von Gängen für Klassen). Handelsschule und Handelsakademie übersiedelten 1956 in ein eigenes Gebäude am Langenloiserberg.
1958-1960: Aussiedlung des Mädchenrealgymnasiums und der Frauenoberschule in das Gebäude der Lehrerbildungsanstalt Krems/Heinemannstraße.
15.10.1963: Die Hundert-Jahr-Feier der Realschule Krems beginnt mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, beim anschließenden Festakt im Parkhotel gestalten die NÖ Tonkünstler und ein Chor der Bundesrealschule das Programm, wobei auch die Enthüllung und Weihe der Gedenktafel für die Verstorbenen im Schulgebäude stattfindet; am Abend schließt eine Festakademie im Parkhotel die Feierlichkeiten ab (siehe "Festschrift 100 Jahre").
Herbst 1983 oder 120 Jahre BRG Krems: Beginn der Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes, sechseinhalb Jahre Bauzeit, währenddessen findet planmäßiger Unterricht (Bilder: 1 2 3 4 5 6) statt
1989-90: Umsetzung der neuen Oberstufen-Reform mit Einführung der Wahl- Pflichtgegenstände, Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl von 36 auf 30 Personen bei gleichzeitiger Fertigstellung des Umbaus.
17.09.1990: Feierliche Eröffnung und Übergabe der sanierten und erweiterten Schule unter dem Direktor HR Dr. Kurt Preiss in der neuen Aula der Schule.
1990-91: Umsetzung der Oberstufen-Reform bezüglich des Lehrplans, Wahlmöglichkeiten diverser Fächerkanons und neue Matura; Einführung der "SCHULAUTONOMIE" bzw. der vom SGA zu beschließenden schulautonomen Tage während eines Schuljahres.
01.03.1991: Der neue Direktor Mag. Helmut Raberger beginnt eine spannende Periode als Schulleiter eines modernen, aber immer noch viel zu kleinen Gebäudes.
1992-93: Viele Neuerungen bereichern und prägen den Schulalltag: Der Schulversuch Französisch ab der dritten Klasse auf Initiative von Mag. Wolfgang Schüpany, Mag. Gabi Friedl unterrichtet in der 3E Französisch) parallel zur Wahl von Geometrischem Zeichnen, die Zentralgarderobe wird verschließbar umgebaut; weitere Umbauarbeiten schaffen drei neue Klassenräume, einen Veranstaltungssaal und das Geografie-Kustodiat; Planungen zum Ausbau des Dachbereiches entstehen; Familie Schickl eröffnet erstmals am BRG ein Mittagsbuffet als Alternative zur herkömmlichen Schuljause, Frau Schickl zaubert mit ihren Kochkünsten so manches Geburtstagsbuffet und viele Weihnachtsfeiern, lädt "ihre MaturantInnen" zum Abschlussessen ein und hat eine glückliche Hand bei der Auswahl ihrer Mitarbeiterinnen.
1995-96: Die "Schulautonomie" mit Umsetzung bei Lehrplänen und freien Tagen tritt in Kraft und erstmals wird ein Literaturwettbewerb durchgeführt.
1996-97: Der Franz-Haschkowitz-Preis für besondere mathematische und naturwissenschaftliche Fähigkeiten wird erstmals verliehen.
1998-99 erfolgt die frostsichere Pflasterung durch die Firma Quester vor dem BRG Schülereingang, Edmund- Hofbauer- Straße.
Das schulautonome Wahlpflichtfach Sport in Theorie und Bewegungskultur, initiiert von Mag. August Böhmer, wird erstmals von Mag. Christian Tiefenböck angeboten und ist seither äußerst frequentiert besucht. Die Kooperation mit der Bundessportakademie ermöglicht in weiterer Folge die Ausbildung zum Staatlichen Fitinstruktor (Fitlehrwart) und diese Kurse finden seit 2012 (Mag. Christoph Lachawitz beginnt mit dem ersten Kurs) regen Zustrom durch die SchülerInnen.
1999-2000: Die EDV wird auf Initiative von Mag. Ferdinand Mirner und Mag. Daniel Zeller forciert und ausgebaut, sodass das zweite EDV-Labor in Betrieb genommen werden kann Das naturwissenschaftliche Fach Scientific Projects and Presentations (kurz SPP) wird auf Initiative von Mag. Alfred Zeller im Curriculum angeboten und freut sich bis 2020 großer Beliebtheit.
2000-01: Die Einführung des Gegenstandes Creative Computer Concepts (von Prof. Gunther Friedrich forciert), kurz CCC, bedeutet eine Modernisierung der Unterrrichtsfächer GZ und BE in der vierten Klasse, ein neues Wahlpflichtfach in der sechsten bis achten Klasse, in dem man auch die mündliche Reifeprüfung ablegen konnte, und bald bekommt dieses beliebte Fach den klingenden Namen MEDIENDESIGN.
2001-02: Der Lehrkörper protestiert gegen die Kürzungen im Bildungsbereich und plant keine mehrtägigen Schulveranstaltungen in diesem Schuljahr.
01.07.2002: Dr. Hans Angerer wird neuer Direktor des BRG und das JUNIOR-MENTOR-Projekt findet zum ersten Mal statt, um die Devise "Wir schauen aufeinander" (von Prof. Hannes Wurzenberger initiiert) zwischen Erstklässlern und ihren Freunden in der Oberstufe zu verwirklichen Italienisch ab der fünften Klasse beginnt auf Initiative von Mag. Elisabeth Kurzmann als Alternative zu Latein und Französisch in der Oberstufe.
Nov./Dez. 2003: Der 1. ADVENTKALENDER "Bilder deR Gefühle" am BRG entsteht als Sozialprojekt mit der ASO Krems (auf Initiative von Prof. Christian Tiefenböck).
Juni 2006: "Bring Rennend Geld" - der Charity-Lauf der gesamten Schule, ebenfalls initiiert von Christian Tiefenböck, wird erstmals um den "Häuserblock" durchgeführt und bekommt bald Zuwachs von anderen Schulen. In diesem Monat endet auch die unvergessliche Ära von Hilde Schickl als Wirtin im Schulbuffet, da Sie den wohlverdienten Ruhestand antritt.
2005/06: Die oft diskutierte 5-Tage-Woche wird am BRG eingeführt. Auch der FRIEDRICH-SVETITS-Preis für besondere Leistungen in Bildnerischer Erziehung und Mediendesign wird erstmals vergeben. Auch der Schulchor (Leitung Mag. Rita Rumpelmaier) umrahmt zum ersten Mal den Adventkalender und belebt bis 2016 viele Feiern, Geburtstage und offizielle Anlässe.
Frau Claudia Weber wird neue Betreiberin des Schulbuffets und lässt auch bald den "Buffetraum" in der Aula umbauen, wodurch leider nicht mehr Platz für die SchülerInnen entsteht.
01.08.2009: Dr. Herbert Kefeder wird neuer Direktor am BRG. Seine Ära ist geprägt von einigen Adaptierungen und Modernisierungen des Konferenzzimmers mit Sozialraum und Lehrergarderobe, sodass etwas mehr Platz zur Verfügung steht. Immerhin hat im digitalen Zeitalter jeder Platz eine Konsole für Laptops bzw. Computer, auch wenn für letztere der Platz fehlt.
2010-11: In diesem Schuljahr hat das digitale Zeitalter eine große Überraschung parat, denn erstmals gibt es WLAN in der Aula für Schüler*innen.
2013: Der Festakt 150 JAHRE BRG findet am 15. März statt: ein buntes Festmagazin, ein ebenso buntes sommerliches Schulfest und eine Kunstprojektion an der Westfassade bezeugen den Slogan "BRG strahlt!" Der frisch betraute Elternvereinsobmann Bernhard Kastner gestaltet die "neue Homepage" des BRG.
2014-15: In diesem Schuljahr wird erstmals die Neue Reifeprüfung mit Zentralmatura und Vorwissenschaftlicher Arbeit durchgeführt, was auch eine besondere logistische Herausforderung für Administration und Lehrkörper darstellt.
In Kooperation von Christian Tiefenböck mit dem Moser Medical UHK Krems entsteht die "Handballklasse", die ebenfalls in diesem ereignisreichen Schuljahr startet.
Nov. 2016: Die Pensionierung von Direktor Dr. Herbert Kefeder wird mit dem "Abschiedschor" O FORTUNA (Carmina Burana) aller anwesenden Schüler und Lehrer in der großen Pause eingeleitet.
Dez. 2016: Mag. Erich BÖCK wird provisorischer Schulleiter und hat diese Funktion bis Sommer 2020 inne, und die Betreiberin des Schulbuffets, Frau Weber, löst den Pachtvertrag mit dem LSR 2017 auf.
2017/18: In diesem Schuljahr kehrt eine ehemalige Schülerin des BRG als "Kulinarikspezialistin" für das Schulbuffet zurück, Lisa Dittrich.
2018-19: In der Unterstufe gibt es die neuen unverbindlichen Übungen NAWI-Labor und Medienwerkstatt, welche von den Schülern begeistert angenommen werden. Da aber die Raumnot dadurch noch größer wird, gibt es im Juni 2019 eine besondere Aufräumaktion der gesamten Belegschaft: Alle Fachgruppen entrümpeln ihre Kustodiate und durch die feuertechnischen Adaptierungen der letzten Jahre ist es möglich, in die neuen Nischen auf den Gängen Materialkästen zu verstauen. Dadurch entstehen endlich drei neue Klassenzimmer.
2019/20: In diesem Schuljahr sind aufgrund der neu geschaffenen Räumlichkeiten einige Probleme beseitigt, allerdings wird die Planung eines Umbaus auf Dauer nicht verdrängt werden können.
2020/21: Neue Schulleiterin wird Mag. Elisabeth Buchinger-Glaser, und in diese Zeit fällt auch das erste "Homeschooling" für die Oberstufe (wegen der Corona-Pandemie), ab 3. November startet das Adventkalenderprojekt, welches erstmals ONLINE stattfindet, so wie der Tag der offenen Tür erstmals online stattfindet. In diesem Schuljahr gibt es noch einige Lockdowns mit Homeschooling und eine schlankere Matura und eine weniger glamouröse Maturafeier; da sämtliche Schulveranstaltungen obsolet sind, freuen sich die SchülerInnen, dass in der letzten Schulwoche wieder Projekte und Ausflüge stattfinden.
Das "Handballmodell" für die Oberstufe wird von Christian Tiefenböck präsentiert und ab dem nächsten Schuljahr zusätzlich als Fortsetzung der "Handballklasse" angeboten