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Nachruf Mag. Hannes Tscholl

Prof. Hannes Tscholl ist in der Nacht vom 1. auf 2. Juli 2016 verstorben. (02.07.16)



Am Samstag, dem 2. Juli erreichte die Direktion die Nachricht vom Ableben des ehemaligen Mathematik- und Physikprofessors am BRG Mag. Hannes Tscholl. Noch am 3. Juni hatte er mit seinen Maturkollegen aus Anlass des 50jährigen Maturajubiläums die Schule besucht.
Prof. Tscholl wurde im Dezember 1948 geboren und wuchs in Landersdorf auf. Nach der Matura 1966 am damaligen Realgymnasium Ringstraße studierte er Mathematik und Physik für das Lehramt im Hauptfach und Chemie im Nebenfach und konnte im September 1970 als Vertragslehrer am BRG angestellt werden. Im gleichen Jahr absolvierte er auch die Einführung ins Lehramt bei den Professoren Dr. Gregor Amon und Dr. Helmut Wallner.
Prof. Tscholl erwies sich als exzellenter Experimentalphysiker und war für die Beschaffung eines der damals modernsten Physikkustodiate verantwortlich. Besonders die Geräte für die Schülerübungen wurden von den Schülerinnen und Schülern begeistert angenommen.
1974 erfolgte die Pragmatisierung. Später war er auch einer der Pioniere des Informatikunterrichts. Seit 1973 lehrte er Didaktik des Physikunterrichts im Zuge der Ausbildung der Hauptschullehrer an der Pädagogischen Akademie. Weiters war er Vortragender bei Ausbildungsseminaren und brachte seine Erkenntnisse auch in zahlreichen Arbeitsgruppen ein, so auch im Expertenkomitee für den Entwurf eines neuen Oberstufenlehrplans. Im BRG verstärkte er jahrelang auch das Team, das für die Erstellung des Stundenplanes verantwortlich war.
1971 heiratete er Margit Krautschneider, eine Lehrerin aus Langenlois und so wurde die Kampstadt zu seinem Lebensmittelpunkt. Jahrelang leitete er die Volkshochschule und seine von ihm organisierten Reisen zu zahlreichen Destinationen wurden begeistert angenommen. Er verstand es nicht nur die geeigneten Zielorte ausfindig zu machen sondern auch die kulinarischen Aspekte der Reisen zu betonen.
Im März 1978 kam seine Tochter Irene auf die Welt, die ganz in den Fußstapfen des Vaters sich für das Studium der Versicherungsmathematik entschied.
1982 kam das Aus für die Lebensgemeinschaft, umso stärker konzentrierte er sich auf seine Profession und in der Freizeit auf das Reisen.
In seiner Brigitte, einer kurzfristig am BRG angestellten Professorin, fand er eine zu ihm passende Lebenspartnerin, die er schließlich 1999 ehelichte. So fand er seinen Lebensmittelpunkt nun in Graz. 2003 suchte er um Versetzung in den Vorruhestand an.
Da nicht nur das Reisen selbst, sondern auch die Eisenbahn eine riesige Faszination auf ihn ausübte, fand man ihn immer wieder in den Zügen zwischen Graz und Krems und so manche Reisen auf klassischen Strecken gehörten zu seinem Repertoire.
Vor knapp einem halben Jahr kam sein Enkelkind Viola auf die Welt, die er Gottseidank noch mehrmals in seine Arme schließen konnte. Wir werden ihr viele Geschichten und Geschichterln über ihren Großvater zu erzählen haben.