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Regional, bio und fair

Richtig und gut einkaufen in Krems (20.01.12)



Richtig und gut einkaufen in Krems

Konsumenten können mit ihrem Einkaufsverhalten das Weltklima beeinflussen und für mehr internationale Gerechtigkeit sorgen. Schon die Auswahl unseres Frühstücks kann die Umwelt mit Unmengen von CO2 belasten oder die lokale Landwirtschaft fördern.
Nachdem dies den SchülerInnen der 6b bewusst worden war, machten sie sich zu einer fact finding mission in Kremser Geschäften auf.

Nur faire Produkte – der Weltladen

Sie begannen mit einem Besuch im Weltladen in der Margarethenstraße. Das Angebot beinhaltet fair gehandelte Bioprodukte aus aller Welt, die garantieren, dass die ProduzentInnen nicht ausgebeutet werden. Weiters garantieren die Weltläden, dass bei der Produktion Kinderarbeit verboten ist, dass die Löhne stabil bleiben und die Arbeiterinnen und Arbeiter krankenversichert sind.
Die Verkäuferinnen arbeiten bis auf zwei Personen ehrenamtlich und im Sommer werden auch FerialpraktikantInnen angestellt.
Die Produktpalette reicht von Lebensmitteln z.b. Gewürze, Schokolade, Kaffee, Säfte über kunstvoll gestaltete Musikinstrumente bis hin zu fair produzierter Kleidung, die bei der Modeschau am 26.April 2012, bei der auch einige von uns mitmachen werden, bewundert werden kann. Der Gewinn des Weltladens kommt unter anderem dem Miriam – Projekt zugute, das bedürftigen Frauen in Nicaragua ein Studium ermöglicht.
Wir finden, dass das Sortiment ausreichend und gut ausgewählt ist, die Preise jedoch etwas zu hoch sind. Wir persönlich würden einige Produkte kaufen, jedoch nur ab und zu, da die Waren doch sehr teuer sind und das Geschäft ein wenig abgelegen ist.

Jauseneinkauf beim Spar

Viele von uns SchülerInnen kaufen ihre Jause in der Spar – Filiale in der Kremser Innenstadt und nun wollten wir wissen, ob dies auch fair und bio möglich ist. Zuerst machten wir uns einen Überblick über das Sortiment und achteten dabei besonders auf lokale und BIO – Produkte und jene aus fairem Handel. Wir stellten fest, dass vor allem Kaffee, Kakao und Schokolade fair angeboten werden, aber diese Produkte eher versteckt sind. Der Filialleiter erklärte uns, dass die Platzierung von Waren beim Verkauf eine wichtige Rolle spielt und dass man dafür sogar eigene Psychologen beauftragt. Das hat den Vorteil, dass der Umsatz gesteigert werden kann. Dadurch bekommt nicht nur der für den Anstieg des Gewinns Verantwortliche mehr Geld, sondern es wird auch zusätzliches Personal angestellt. Dadurch wird das Arbeitsklima für alle angenehmer.
Zum Schluss fragten wir, was mit den nicht verkauften Waren passiert, denn wir hatten uns mit dem Thema schon im Unterricht beschäftigt und wussten, dass jeder Europäer ungefähr so viel unverdorbene Lebensmittel pro Jahr wegwirft, wie er an Körpergewicht wiegt. Wir fanden heraus, dass alle noch essbaren Produkte zum Sozialmarkt SOMA geliefert werden und die Bäcker ihre Waren am Abend wieder zurücknehmen. Würde SPAR nicht mit SOMA zusammen arbeiten, müssten viele der SPAR Waren vernichtet werden, obwohl sich die Filialleitung bemüht, die Waren so zu bestellen, dass der „Abfall“ so gering wie möglich gehalten wird d.h. vor Geschäftsschluss sind dann z.B. nicht mehr alle Brotsorten erhältlich.
Wir würden uns bei Obst und Gemüse - jener Produktgruppe, die trotz der großen Verderblichkeit guten Profit bringt– ein größeres Angebot an BIO Waren wünschen.
Und wie ist das nun mit unserer Jause? Faire Schokoriegel sind möglich, auch gute Bananen aus fair trade Produktion, die noch dazu gar nicht teuer sind und Milchprodukte von einem lokalen Anbieter, der ebenfalls sehr günstig ist. Schlecht schaut es aus mit Wurstsemmeln, denn leider gibt es keine BIO – Fleischprodukte und nur BIO – Säfte, aber keine aus fairer Produktion.

Stopp der Vernichtung von Lebensmitteln – der SOMA Markt in Krems

Zum Schluss konnten wir nun kontrollieren, ob die Waren wirklich bei SOMA landen. Der Geschäftsführer vom Sozialmarkt Krems, Peter Binder, nahm sich Zeit für uns, um uns zu erklären, wie der Markt funktioniert. Er erzählte uns viele interessante Fakten über Ablaufdaten, einkommensschwache Menschen und die Bedingungen, um einen SOMA – Pass zu bekommen. Um bei SOMA einkaufen zu dürfen, darf man nicht mehr als 800€ pro Monat zur Verfügung haben (für einen Zwei – Personenhaushalt sind es 1230€ und für jede weitere Person dürfen 100€ dazugerechnet werden).
Die Waren, welche SOMA verkauft, werden von den Mitarbeitern täglich von Lebensmittelmärkten geholt. Ihr Mindesthaltbarkeitsdatum ist zwar überschritten, sie sind jedoch noch völlig zum Verzehr geeignet und dürfen mit Kennzeichnung verkauft werden. Sie werden zu ca. einem Drittel des Originalpreises verkauft und die Kunden dürfen höchstens drei Mal pro Woche um maximal 10€ einkaufen.
Neben freiwilligen HelferInnen werden bei SOMA auch Langzeitarbeitslose angestellt, die wieder zurück ins Arbeitsleben geleitet werden sollen.
Der Sozialmarkt Krems ist eine gute Initiative, um sozial schwachen Menschen zu helfen. Außerdem wird so verhindert, dass völlig unverdorbene Lebensmittel weg geworfen werden. Wir würden nur die Präsentation der Waren ansprechender gestalten, denn auch billige Produkte sollen Appetit machen.

SchülerInnen der 6B