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Atomenergie – Chancen, Risiken und Alternativenerg

Der Unfall im Kernkraftwerk in Fukushima führte immer wieder zu heftigen Diskussionen in den Klassen, sodass beschlossen wurde, einen Fachmann „von außen“ zu bitten, über Atomenergie und Alternativen dazu zu referieren. (07.04.11)



Michael Mischkot, Maschinenbaustudent an der TU Wien, beschäftigt sich schon sehr lange und intensiv mit Alternativenergien und ist auch regelmäßig Vortragender bei der internationalen Sommerakademie für Hochbegabte.
Die Schülerinnen und Schüler der 5.-7.Klassen wurden über die Funktionsweise von AKWs informiert, aber auch über die Begleiterscheinungen dieser an und für sich so effizienten und scheinbar billigen Art der Energiegewinnung. Schon die Gewinnung des radioaktiven Rohstoffs wird teilweise auf menschenverachtende Weise in armen Ländern wie z.B. Niger gewonnen, wobei weder die Arbeiter in den Bergwerken ausreichend geschützt noch die strahlenden Abfälle und Geräte sachgerecht entsorgt werden. Keine Gesellschaft übernimmt die Versicherung von AKWs als, da die Folgekosten bei Unfällen so hoch sind, dass sie sofort bankrottgehen würde. So werden diese Kosten auf die Allgemeinheit umgewälzt ebenso wie das gesundheitliche Risiko, das ja nicht nur die Arbeiter selbst betrifft, sondern die Bevölkerung eines weiten Gebiets und die nachfolgenden Generationen ebenso.
Dann wechselte Michael Mischkot zu Alternativenergien und zeigte anhand einer Grafik, dass die langfristig bei weitem effizienteste Art der Energiegewinnung Photovoltaik ist, die im Moment aber leider noch sehr teuer ist. Er überließ den Jugendlichen die Entscheidung, ob Sicherheit, Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit diesen Preis wert sind, wobei manche von ihnen bzw. deren Eltern diese Frage schon - auch aus Rücksicht auf nachkommende Generationen - im Sinn der Umwelt entschieden haben.
Dass auch ein Technikstudium nicht total trocken ist und humanitäres Engagement beinhalten kann, zeigte Michael Mischkot, als er seine Diplomarbeit vorstellte, in der er nämlich eine durch Photovoltaik betriebene Klimaanlage für den Operationssaal eines Spitals im Sudan entwickelt.
Die Oberstufenschüler waren begeistert von der lebendigen und humorvollen Art des Vortrags von einem, der altersmäßig fast einer der ihren ist und bemüht war objektiv und wissenschaftlich zu informieren.