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Archäologie hier und heute

Über die Mammutjäger am Kremser Hundssteig (25.03.11)



Dr. Christine Neugebauer-Maresch vom prähistorischen Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften informierte einige Oberstufenklassen des BRG und des Piaristengymnasiums über Archäologie als interdisziplinäre Wissenschaft. Gerade Krems ist ja durch die Funde am Hundssteig und am Galgenberg - die dort gefundene Venusfigurine ist mit 30.000 before present eine der zwei weltweit ältesten - prominentes prähistorisches Fundgebiet. Durch die Vernetzung mit anderen Wissenschaften versucht die Archäologie eine Rekonstruktion aller Lebensbereiche des prähistorischen Menschen zu erstellen.
Die prähistorische Epoche ist die längste in der menschlichen Entwicklung (in Österreich ab 300.000 Jahren). Die meterhohen Lößauflagerungen in Krems und Umgebung bieten eine Fülle von Informationen, die helfen, die eiszeitlichen Umweltbedingungen, den zeitlichen Wandel und letztlich die Lebens- und Ernährungsgrundlagen für die altsteinzeitlichen Jäger- und SammlerInnen zu erforschen.
Das Gebiet am Wachtberg wurde in der Zeit vor 41.000 bis 27.000 Jahren wiederholt besiedelt. In den freigelegten Teilen der Lager ließ sich nachweisen, dass das eingebrachte Jagdwild - allen voran des Mammuts, aber auch des Rentiers - zerlegt, filetiert und verzehrt wurde. Das Schulterblatt eines Mammuts war Teil eines rund 30.000 Jahre alten Grabes der jüngeren Altsteinzeit, unter dem von Archäologen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Gebeine von zwei Neugeborenen gefunden wurden.
Dr. Neugebauer-Maresch wollte in den Jugendlichen das Bewusstsein für die Bedeutung ihrer Heimat als wichtiges prähistorisches Fundgebiet wecken und die Toleranz für andere Kulturen fördern, denn die urzeitliche Gesellschaft und Kultur, die uns so fern und rätselhaft scheinen, sind eigentlich unsere eigenen Vorfahren.