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Carl Auer von Welsbach Lectures

Exkursion zur Österreichischen Akademie der Wissenschaften (15.03.11)



Die Auer von Welsbach – Lectures sind für die Öffentlichkeit frei zugängliche Vortragsreihen zu Themen der chemischen Forschung, die – speziell im internationalen Jahr der Chemie – in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften abgehalten werden.
Eine Gruppe von je ca. 15 Schülern der 7. und 8. Klassen besuchte die Vorträge am 12.1.2011 zum Thema „Alleskönner Minieiweiße“ von Helma Wennemers (Uni Basel) und am 15.3.2011 zum Thema „Keine Energietechnologie ohne neue Materialien“ von Klaus Müllen (Max-Plank Institut, Mainz). Schon die Atmosphäre im Prunksaal der ehemaligen Universität am Ignaz Seipel Platz und die Anwesenheit diverser Universitätsprofessoren unter den Zuhörern verlieh dem Vortrag das gewisse Etwas. Dementsprechend betraten die Schüler den Saal doch mit einem Anflug von Ehrfurcht, vielleicht auch mit etwas Ungewissheit, was da auf sie zukommen würde.
Die lebhaft präsentierten Vorträge waren aber so gestaltet, dass auch für den interessierten Laien einiges dabei war und die Freude der Referenten an der Wissenschaft deutlich spürbar war. Nur bei der angebotenen Möglichkeit, Fragen an die Vortragenden zu stellen, war die Hemmschwelle für die Gymnasiasten zu hoch: Wer traut sich schon zu, direkt nach der Frage eines Universitätsprofessors selber das Wort zu ergreifen?

Volker Reitgruber

Von Süßstoff, Katalysatoren und Nanopartikeln

Vortrag am 12.1 von Helma Wennemers, Universität Basel

Süßstoff, Hormone, Schlangengifte, Antifaltenwirkstoffe - all diese Eigenschaften und noch viele mehr werden von unterschiedlichen Minieiweißen, im Fachjargon Peptiden, erfüllt. Peptide sind daher in unserem Alltag allgegenwärtig und sind wie ihre größeren Verwandten, die Proteine, aus Aminosäuren aufgebaut. Im Vortrag wird verdeutlicht, wieso Peptide derart viele verschiedene Aufgaben übernehmen können. Zudem wird gezeigt, wie Peptide mit bisher unbekannten Funktionen, z. B. Katalysatoren ("Minienzyme") und Stoffen zur Herstellung von Nanopartikeln, entwickelt werden können.

Text: ÖAW, Foto: ÖAW - Robert Herbst

Keine Energietechnologie ohne neue Materialien

Vortrag am 15.3. von Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz

Die Knappheit an erschwinglicher Energie für die Weltbevölkerung wirft auch die Frage der verfügbaren Materialien auf. Bei der Solarenergiegewinnung denkt man zuerst an die Umwandlung von Licht in Elektrizität, die Umwandlung von Solarenergie in chemische Energie ist aber ebenso wichtig. Die enge Verknüpfung von Energie- und Materialsynthese wird behandelt anhand von Energieeinsparung (lichtemittierende Dioden), Energieerzeugung und -umwandlung (Solarzellen und Brennstoffzellen), Energietransport und -speicherung (Lithiumbatterien und Katalyse), mit besonderem Gewicht auf den chemischen Prozessen und den benötigten Materialien. Für eine Beherrschung dieser Probleme brauchen wir die Problemlösungskompetenz der Chemie.

Text: ÖAW, Foto: ÖAW - Robert Herbst