Zum Supplierplan Zur Lernplattform Moodle Übersicht der Angebote Kontaktseite
Naturwissenschaften Sprachen Sport Kreatives Soziales Geisteswissenschaften  









BRG auf Facebook Like us on Facebook






    

Betriebsbesuch bei Dynea und im Kremser Hafen

Die 6a informierte sich über das „andere Wirtschaften“. (15.02.11)



Umweltgerecht einkaufen

Ökologisch, gendergerecht, sozial engagiert - so sollte ein Betrieb sein, den die 6a besuchen wollte, um zu erfahren, dass es auch ein „anderes Wirtschaften“ gibt. Der Religionsunterricht der sechsten Klassen beschäftigt sich ausführlich mit ethisch korrektem Handeln, wozu auch eine Wirtschaft zählt, welche die Menschen im Blickpunkt hat. Wir hatten uns überlegt, wie KonsumentInnen und Konsumenten durch ihre Einkäufe umweltfreundlich handeln können, indem wir im Supermarkt Produkte verglichen und darauf schauten, ob sie ein Biozertifikat oder lange Transportwege hinter sich hatten. Einigermaßen überraschend war, dass nicht nur lange Wege, sondern auch die Art des Transports wichtig ist z.B. können lange Wege mit dem Schiff umweltfreundlicher sein als die Belastung durch den „letzten Kilometer“ der von Kunden für kleinste Mengen mit dem PKW zurückgelegt wird.

Licht und Schatten in der Wirtschaft

Der Film „Let´s make money“ zeigte die Schattenseiten der Wirtschaft und nun suchten wir einen Betrieb, der anders wirtschaftet. In Krems und Umgebung stießen wir auf die Dynea, die vormalige Krems-Chemie, welche 2004 den Trigos-Preis für verantwortliches Wirtschaften gewonnen hat. Wir nahmen uns die Prinzipien der Corporate social-responsibility vor und konnten dann beim Gespräch mit Maria Mandl, der Leiterin für Personal und Kommunikation, diskutieren, wie weit sich diese in einem konkreten Betrieb umsetzen lassen.

Frauenförderung und Freiwilligenengagment

Gerade im Bereich Frauenförderung passiert sehr viel, weil die Dynea Austria GmbH Mitglied eines internationalen Konzerns ist, der seine Wurzeln in Skandinavien hat, das in Sachen Gleichberechtigung vorbildlich ist. Ab März 2011 ist die Konzernvorsitzende eine Frau und auch in Krems sind Frauen in führenden Positionen z.B als Leiterin der Qualitätskontrolle im Labor vertreten. Dynea engagiert sich sozial, indem sie unter anderem jedes Jahr ein Bild des BRG-Kalenders sponsert. Außerdem ist sie schon seit Jahren um verantwortungsvolle Umweltpolitik bemüht, die sie nach objektiven Kriterien zertifizieren lässt.
Die Frage nach einem Betriebskindergarten oder Corporate Volunteering (Mitarbeiter werden für einige Stunden frei gestellt, um sich in sozialen Einrichtungen zu engagieren) konnte nicht positiv beantwortet werden, aber es gibt diesen Bedarf auch nicht seitens der MitarbeiterInnen. Im Dynea Industriepark gibt es eine eigene Betriebsfeuerwehr mit mehr als 100 aktiven Mitgliedern, die für Ausbildungen und Übungen sehr viel Zeit investieren.
Nach einem Rundgang durch das weitläufige Betriebsgelände und die Entwicklungslabors gaben wir Helme und Schutzbrillen ab und wechselten direkt nach Sibirien, nämlich in den Hafen Krems.

Vernetzung von Schiff, Bahn und LKW

Bei eisigem Wind fühlten wir uns nach Ny-Ålesund, dem nördlichsten Hafen der Welt, versetzt und wunderten uns, keine Eisbrecher im Hafenbecken zu sehen. Die würden aber laut Thomas Doblinger, dem Vertreter des Mierka Donauhafens und unserem Begleiter durch die Hafenanlage, auch bei niedrigsten Temperaturen nicht notwendig sein, weil das Wasser verwirbelt wird, um den durchgängigen Betrieb zu ermöglichen.
Uns beeindruckten die riesigen Krananlagen und die Menge an Gütern, die auf trimodale Weise, also durch ideale Verschränkung von Schiff, Bahn und LKW erreicht werden kann.


Verschrottete PCs

Und wie vergänglich eines der wichtigsten Utensilien unsres Alltagslebens sein kann, zeigte sich, als wir die Schotterberge genauer unter die Lupe nahmen: das waren keine Kiesel, sondern verschrottete Computergehäuse, die nun als Heizmaterial dienen.
Leider waren wir so durchgefroren, dass wir auf eine Diskussion über CSR-Kriterien verzichteten, doch dass Schiffe mit großem Transportvolumen eines der umweltfreundlichsten Transportmittel sind, hatten wir ja schon zuvor gelernt gehabt.
Wir hoffen jedenfalls, dass es in Krems und Umgebung bald mehr Unternehmen gibt, denen verantwortungsvolles Wirtschaften ein wirkliches Anliegen ist.