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„Pannen beim Schenken“ als Teil der NÖN-Gala

Katharina Krammer (1a) gewinnt den Märchenpreis der NÖN (14.12.10)



Wir gratulieren Katharina Krammer (1a), deren Weihnachtsgeschichte bei der NÖN-Märchenaktion prämiert wurde. Sie ist damit eine von zwölf Gewinnern/Innen, deren Erzählungen in der großen Märchengala am 14.Dezember 2010 im St.Pöltner Festspielhaus von einem Prominenten vorgelesen wurden.
Katharinas Geschichte wurde vom Chefredakteur der NÖN, Harald Knabl, gelesen.
Und das ist ihre Geschichte:

Weihnachtsstress


„Jetzt fängt das wieder an“, dachte Sophie, als sie die Stufen zu ihrem Zimmer hinaufstieg und ihr der Duft von den Weihnachtskeksen in die Nase stieg. „Ich habe es satt, jedes Jahr das Gleiche! Kekse backen, Geschenke einpacken, Weihnachtsbasteleien in der Schule und das Schlimmste, alle Verwandten kommen zu Besuch und die Oma meckert den ganzen Abend!“ Sophie ging den langen, dunklen Gang entlang und stolperte über eine Puppe, die ihre Schwester liegen gelassen hatte. Als sie im Bett lag, dachte sie noch lange darüber nach, was sie sich zu Weihnachten wünschen könnte. Schließlich schlief sie ein.

Am nächsten Morgen nahm sie ihr Geld aus dem Sparschwein und gab es in ihre Geldbörse, die sie in ihre Hosentasche steckte. Nach dem Frühstück ging sie fröhlich aus dem Haus. Vor der nächsten Kurve blieb sie stehen und wartete auf ihre Freundin Lena. Zusammen suchten sie eine Haarspange mit viel Glitter für Sophies Mama, einen Aschenbecher, der „O du lieber Augustin“ spielte, für Papa aus. Für ihre große Schwester Magdalena kaufte sie eine Reitgerte, denn ihre große Schwester wollte reiten lernen, weil auch ihre Freundin zweimal in der Woche reiten ging. Danach kauften sie in einem Kosmetikladen noch einen dunkelroten Nagellack. Daheim schrieb sie damit auf die Rückseite der Haarspange und des Aschenbechers „Frohes Fest, deine Sophie!“ Am nächsten Morgen hüpfte Sophie in die Küche, so sehr freute sie sich jetzt doch auf Weihnachten. Magdalena erzählte gerade: „Ich gehe heute mit Eva reiten!“ Mama stellte ein Müsli auf den Tisch und sagte zu Papa, Magdalena und Sophie: „Heute zu Mittag gibt es nur etwas Kaltes, ich gehe am Vormittag zum Friseur“, Als Papa laut hustete, meinte Mama nur: „Das kommt vom Rauchen!“ Zehn Minuten vor sieben verließ Sophie langsam und zufrieden das Haus. Sie konnte doch nicht ahnen, dass ein schlimmes Unglück passieren würde. Ihre Mutter ging jeden Monat zum Friseur, ihr Vater hustete jeden Morgen und dass ein Mädchen, das reiten lernen möchte, sich vorher die Pferde und den Stall ansieht, ist auch ganz normal.

In der Schule spielten sie Spiele und erzählten sich, was sie sich vom Christkind wünschten. Als nach der letzten Stunde ein Gong zu hören war, nahm Sophie ihre Sachen und lief in den Schulhof. Ihre Klassenkollegen kamen hinterher und sie lieferten sich eine wilde Schneeballschlacht. Etwas später als sonst klingelte sie an der Haustür. Als ihre Mutter öffnete, fragte sie sofort: „Wie findest du mich?“ Sophie war zum Heulen zumute. Mama hatte eine topmodische Kurzhaarfrisur. Mit diesem Haarschnitt brauchte ihre Mutter doch keine Haarspange mehr! Am Abend kam Magdalena heim und sagte, dass alle Pferde Bestien wären, auf die würde sie sich nie im Leben setzen. Und zum Schluss verkündete auch noch ihr Vater feierlich: „Ich habe beschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören!“ Und er warf eine Zigarettenschachtel in den Mistkübel.

Sophie lief aus dem Haus und läutete bei Lena. Als sie dieser ihre Geschichte erzählt hatte, holte Lena einen weißen Stoff, zwei Kartoffeln, aus denen sie Stempel bastelten, Farben und eine alte Mappe, Packpapier, Schlüsselringe und Knetmasse. Daraus bastelten sie ein Halstuch für Sophies Mama, eine neue Mappe für ihren Papa und einen Schlüsselanhänger für Magdalena. Glücklich und zufrieden ging Sophie nach Hause und schlief bald ein.

Als am Weihnachtsabend die Geschenke ausgepackt wurden, fanden alle, dass Sophies Geschenke die besten waren. Sogar die Oma, der sie die Haarspange schenkte, meckerte nicht. Übrigens: Den Aschenbecher schenkte Sophie dem Hausmeister. Die Reitgerte behielt sie sich; Angst vor Pferden hatte Sophie nämlich nicht!