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Zeitzeuge spricht vor Jugendlichen

Alexander Deutsch zu Gast am BRG. (25.05.09)



Vorfälle wie in Ebensee oder Auschwitz, die in jüngster Vergangenheit großes Aufsehen erregt haben, zeigen nachdrücklich, wie wichtig es ist, Jugendliche über den Nationalsozialismus umfassend zu informieren und ihnen klarzumachen, wie menschenverachtend diese Ideologie ist. Wer könnte das besser vermitteln als jemand, der 1938 mit seiner Familie Österreich verlassen musste, weil er jüdischer Abstammung war und um sein Leben fürchten musste?
Alexander Deutsch, 86 Jahre alt, war als Zeitzeuge zu Besuch im BRG Ringstraße und erzählte zwei vierten Klassen aus seinem Leben. Er berichtete, wie Juden in Wien zum Straßenwaschen geholt wurden, wie er mit einer Tafel - „Kauft nicht bei Juden“ – vor einem jüdischen Geschäft stehen musste, wie er von Passanten angespuckt und beschimpft wurde. Er berichtete, wie man als Jude von einem Tag auf den anderen völlig rechtlos war und seine Familie den Entschluss fasste zu emigrieren. Über Belgien und Frankreich gelang es Alexander Deutsch schließlich nach Bolivien zu kommen. Erst 1962 kehrte er nach Österreich zurück.
Tief beeindruckt von dem Gehörten stellten die Schüler anschließend Fragen und es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch.
Auch Alexander Deutsch empfand diese beiden Stunden als sehr positive Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema und erklärte sich bereit, im nächsten Schuljahr wieder ins BRG zu kommen und als Zeitzeuge mit SchülerInnen zu sprechen.