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Mathematik für die Sinne

Mit Unterstützung der NÖ Bildungsgesellschaft konnte der bekannte Mathematiker Rudolf Taschner vom Institut für Analysis und Technische Mathematik der TU Wien zu einem Vortrag vor den 6. und 7. Klassen des BRG Ringstraße gewonnen werden. (30.05.08)



Professor Taschner, durch seine erfolgreichen Bücher und seine rege Vortragstätigkeit längst zu einem Star in der österreichischen Wissenschaftsszene geworden, enttäuschte die Erwartungen seiner jungen Zuhörer/innen keineswegs. Sein Vortrag „Wie der Zufall erfunden wurde“ bot eine fulminante, mit Anekdoten gespickte Tour durch die Geschichte der Mathematik.
Der Zufall wurde erst im Zeitalter der Aufklärung seinem Wesen nach entdeckt – und es handelte sich um eine mathematische Entdeckung. Denn nur wenn man den Zufall regieren lässt, kann man die Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen berechnen. Besonders interessant ist, dass außerordentlich viele Phänomene in der Natur der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu unterliegen scheinen, und oft widersprechen ihre Ergebnisse dem, was man den „gesunden Menschenverstand“ nennt.
Taschner bewegte sich virtuos zwischen den verschiedensten Wissensgebieten und machte den Schülern durch seine ebenso launigen wie eindringlichen Worte, vor allem aber durch sein persönliches Beispiel klar, dass wahre Bildung eine lebenslange und erfüllende Aufgabe ist und nicht, wie uns manche Bildungsexperten weismachen wollen, ein abprüfbarer Katalog von „nützlichen“ Qualifikationen und Kompetenzen. Der starke Beifall machte deutlich, dass die Schüler/innen die Botschaft verstanden hatten.