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Living Books

„Miteinander reden statt übereinander“ hieß es bei dem Projekt „Living Books“, an dem die 7a und 7c Klasse des BRG Ringstraße am 18. April teilnehmen durften. (18.04.08)



Den Schülern/innen war es möglich in vielen verschiedenen Büchern zum Thema Migration zu lesen. Doch diese sind keine normalen Lektüre, sondern „lebende Bücher“, Menschen die aus den verschiedensten Gründen nach Österreich gekommen sind und nun mit den Vorurteilen der Gesellschaft leben müssen. Um diesen entgegen zu wirken, konnten die Schüler/innen in Gruppen mit verschiedenen Büchern reden. Nach einem halbstündigen Gespräch wurden diese wieder getauscht. Mit viel Interesse und Erstaunen hörten die Schüler/innen den Büchern zu. Es war ihnen möglich mit den verschiedensten Menschen zu sprechen unter anderem mit Muslimas mit Kopftuch, Flüchtlingen und auch einem Studenten aus Afrika. Bereits nach den ersten Gesprächen sprachen manche Schüler/innen mit großem Respekt und Bewunderung von den „lebenden Büchern“. Am Ende des Projekts gab es noch ein abschließendes Gespräch mit allen Teilnehmenden und auch hierbei wurde festgestellt, dass sowohl die Schüler/innen als auch die Bücher den Vormittag sehr genossen haben. Das Projekt “living books“ hatte die „Sozialmarie“ einen Preis für sozial innovative Projekte gewonnen und so wurde Barbara Hönigsberger aus der 7A eingeladen im FM 4 Jugendzimmer am 2.Mai über die Erfahrungen in Krems zu diskutieren.

Julia Zierlinger

Schülerin bei Fm4 Jugendzimmer

Am Freitag den 2.Mai durfte ich, Barbara Hönigsberger, bei der live-Übertragung des Fm4 Jugendzimmers mitwirken. Thema der Sendung, die sich mit 80.000 Hörern großer Beliebtheit erfreut, war das Projekt „Living Books“, das am Tag zuvor den 1.Preis der Sozialmarie, gewonnen hatte. Die Sozialmarie zeichnet innovative Sozialprojekte aus und ihr Hauptpreis ist mit 15.000€ dotiert. „Living Books“ war einige Wochen vorher an unserer Schule und meine Klasse, die 7a, aber auch die 7c nahmen am Projekt teil. Living Books möchte die gängigen Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen abbauen. Dies wird durch Dialoge mit den betroffenen Menschen, den sogenannten „Büchern“ versucht. Beispielsweise hatten wir die Gelegenheit mit einem Flüchtling aus Afghanistan, aber auch einer Muslimin mit Kopftuch und einem Fremdenpolizisten zu sprechen. Doch „Living Books“ konzentriert sich nicht nur auf das Thema Einwanderung, sondern ihre „lebenden Bücher“ können schon mal Homosexuelle, Emos, Buddhisten oder auch Bademeister sein. Nicht nur, dass das Projekt an unserer Schule bei den Schülern großen Anklang fand, auch auf Seiten der Organisatoren und der Bücher gab es viele positive Rückmeldungen- nicht zuletzt wegen des Kuchenbuffets und der Kaffeehausatmosphäre. Vielleicht haben sie uns gerade deshalb in Erinnerung behalten und als sie für das Jugendzimmer bei Fm4 einen Leser suchten, an das BRG gedacht. Relativ kurzfristig wurde meine Religionsprofessorin Frau Maria Mayer Schwingenschlögl verständigt, mit der Bitte eine SchülerIn nach Wien für die Sendung zu schicken. Die Wahl fiel auf mich und so machten wir uns am Freitagnachmittag auf nach Wien ins Funkhaus des ORF. Weitere Gäste der Sendung waren der Gewinner der Sozialmarie, eines der lebenden Bücher und ein weiterer jugendlicher Leser. Der Moderator, der über eine Stunde dauernden Sendung, war Claus Pirschner. Es war überaus interessant, im Fm4 Studio den Leuten zu begegnen, von denen ich eigentlich nur die Stimmen kannte und auch den Ablauf einer Live- Sendung mitzuerleben. Am Anfang der Sendung war ich sehr nervös, doch nach kurzer Zeit legte es sich und es war sehr amüsant mit einem Anrufer über die Gewohnheiten der Österreicher zu diskutieren. Auch unsere Musikwünsche wurden berücksichtigt und wer hat schon einmal den Hocker für Stermann/Grissemann vorgewärmt, die nach uns das Studio betraten. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte, im Jugendzimmer dabei zu sein, und hautnah zu erleben, wie eine Sendung im Studio abläuft. Nach der Sendung lud uns der Organisator und Gewinner der Sozialmarie noch auf ein türkisches Abendessen mit seinen Freunden ein und so kam es, dass wir einen Einblick hinter die Kulissen von „Living Books“ bekamen und neue, interessante Menschen kennen lernen durften. Ein wirklich sehr interessanter, gelungener Ausklang des Fm4 Jugendzimmers.

Barbara Hönigsberger