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Auf der Suche nach dem Schaf

Das Reisetagebuch der 7b (28.03.08)



  • Tag 1: Kaum zu glauben, aber wahr: Mit mindestens 20 Gepäckstücken in der Klasse hieß es am Abreisetag noch die Schulbank drücken. Zu Mittag fiel dann aber endlich der Startschuss zu unserem Irland-Abenteuer und ab ging es nach Bratislava. Dort fanden wir uns auf einem Flughafen á la Gänserndorf wieder, und nach diversen Panikattacken war auch das Thema „Maximalgewicht 15 kg“ schließlich geklärt. Etwa drei Stunden später, nach einem unglaublich bequemen Flug, fanden wir, die 19 Schüler des BRG Ringstraße mitsamt unseren geschätzten „Anhängseln“, uns in Dublin wieder und wurden zu unseren Gastfamilien im Stadtteil Knocklyon gebracht.

  • Tag 2: Nach der ersten Nacht in fremden Betten und Beschnupperung der Gastfamilien machten wir dann auch schon die ersten Erfahrungen mit der irischen Kultur. SANDWICH! Das absolute Grauen eines Sprachschülers in englisch sprechenden Ländern - der Auslöser einer lang anhaltenden Phobie vor Weißbrot. Sei es wie es sei, es hat uns vielleicht auch nur stärker gemacht. Am Vormittag hieß es dann, das erste Mal mit dem richtigen Doppeldeckerbus ins Stadtzentrum zu finden, wo wir in der Sprachschule an unseren Projekten zu arbeiten begannen. Der Nachmittag bestand aus einer Führung durch die Stadt, dem Besuch des Trinity College und einer Ausstellung über das Book of Kells. Irish Dancing hieß es dann am Abend für uns. Begleitet von irischer Live-Musik wurde getanzt bis zum Umfallen, doch irgendwie kam auch Österreich-Gefühl auf, da wir Kremser dort auch auf eine Schulklasse aus St. Pölten trafen.

  • Tag 3: Wettertechnisch machte der Samstag Irland seinem Ruf alle Ehre. An unserem Ausflugsziel Sandycove wurden wir vom strömenden Regen und Wind begrüßt, und kamen klatschnass beim James Joyce Museum an. Am Rückweg zur Zugstation trafen wir auf einen im wahrsten Sinne des Wortes „irren Iren“, der vor unseren Augen ins Meer schwimmen ging. Zwei von uns kamen durch eine Welle auch unfreiwillig auf den Geschmack des kühlen Nass´. Zurück in Dublin wurden wir dann noch durch die „Dublinia“ über die Geschichte von Dublin informiert und anschließend besichtigten wir die Christchurch Cathedral. Abends unterhielten wir uns beim Bowling, wobei die Busfahrt dorthin für uns alle wahrscheinlich der Höhepunkt des Tages war, da wir in den Genuss von zwei überaus charmanten Mädels kamen - der gemeine Österreicher würde sie wohl mit weniger netten Worten bezeichnen -, die uns mit ihren Umgangsformen entzückten.

  • Tag 4: Zeitumstellung - Sonntag – Ausschlafen - Sonnenschein. Von Dublin fuhren wir nach Malahide, wo wir uns das berühmte Malahide Castle anschauten und überall nur noch grüne Wiesen und Parks sahen. Der zweite Programmpunkt war eine Küstenwanderung in Howth entlang der Klippen, welche zwar windig und anstrengend war, aber durch die wunderschöne Aussicht überzeugte.

  • Tag 5: Da für die irischen Schüler wieder die Schule begann, gestaltete sich der Verkehr auch dementsprechend chaotisch, aber trotz Stau kam fast jeder pünktlich im International Study Centre, unserer irischen Schule, an. Dort wurde an den Projekten gearbeitet und mit dem Fieldwork begonnen. Das hieß, fremde Leute auf der Straße zu einem Thema zu befragen beziehungsweise bestimmte Orte (Agenturen, Stadion, Schule etc.) aufzusuchen. Am Abend stand dann ein Besuch im Kino auf dem Programm, das sich in einem der größten Shoppingcenter Europas befindet.

  • Tag 6: Der erste April glänzte mit Sonnenschein, wobei der Vormittag und Nachmittag wie am Vortag aus Classwork und Fieldwork bestand. Am Abend ging es für den Großteil von uns zu einem Greyhound Rennen. Der andere Teil wollte das Champions League Spiel ManU gegen AS Roma nicht verpassen. Für alle von uns war es das erste Hunderennen, und es beeindruckte sehr. Nach einem Gewinn und vielen Verlusten bei den Wetten ging’s dann wieder nach Hause.

  • Tag 7: Im International Study Centre wurde den Projekten noch fleißig der letzte Schliff verpasst und ab Mittag wurden schließlich alle acht Projektpräsentationen mit großem Erfolg gehalten und die drei besten prämiert. Der letzte Programmpunkt war eine Besichtigung der Guinness Brauerei, die sehr anschaulich in sieben Etagen über die Braukunst, die Geschichte, die Werbung usw. des „black gold“ informiert.

  • Tag 8: Am Donnerstag wurden wir von einem privaten, sehr komfortablen Bus abgeholt, der uns nach Glendalough brachte. Auf dem Weg dorthin sahen wir unser erstes langersehntes Schaf und dann etwa weitere fünfhundert. In Glendalough besichtigten wir eine alte, keltische Klosterstadt und wanderten durch eine wunderschöne Landschaft: Seen, Berge, Wald und Blumen. Der absolute Höhepunkt für die meisten von uns war im Anschluss daran der traumhafte Sandstrand „Britta´s Bay“ in Wicklow, an dem wir noch Stunden verbringen hätten können. Viel zu bald ging’ s wieder zurück nach Dublin, wo nach Besichtigung der National Gallery zwei Stunden Zeit war, um in den zahllosen Geschäften im Zentrum einkaufen zu gehen.

  • Tag 9: Am letzten Tag unserer Reise stand ein Ausflug nach Kilkenny im Landesinneren an. Auf dem Weg dorthin machten wir noch kurz Halt im Murray`s, einem urigen Pub in Abbeyleix. Im Pub des Jahres 2004 kamen wir dann in den Genuss von Kaffee, Tee oder Cola, da in Irland der Konsum von Alkohol erst ab 18 Jahren erlaubt ist. In Kilkenny besichtigten wir die Kathedrale und den nebenstehenden Aussichtsturm und bekamen anschließend eine sehr informative Führung durch das beeindruckende Kilkenny Castle. Am Abend hieß es dann auch schon packen und erste Verabschiedungen hinter sich bringen.

  • Abreise: Wohl oder übel mussten wir um 2 Uhr früh aufstehen und wurden dann von unseren Gastfamilien zum Bus gebracht und verabschiedet. Am Flughafen von Dublin standen wieder der Check-in, Kontrollen und lange Wartezeiten an, bis wir schließlich um sechs Uhr abhoben. Nach einem relativ kurzen, aber unbequemen Flug kamen wir in Bratislava um 12 Uhr, und schließlich um ca. 13 Uhr in Krems an.


Es bleibt für uns nur noch zu sagen:

See you soon, Ireland!