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Europtismus

Die erschreckenden Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage und die EU - Präsidentschaft Österreichs veranlassten ein Lehrerteam unserer Schule ein Modell zu entwickeln, wie SchülerInnen die europäische Idee näher gebracht werden könnte. (02.02.06)



Europatag im BRG Ringstraße

Zielgruppe: Maturaklassen
Zeitpunkt: 2.Februar 2006, 7.45-13.15 Uhr
Arbeitsweise: gemeinsamer Einstieg, Arbeitsgruppen, Präsentation der Ergebnisse im Plenum, Gespräch mit Markus Holzer Beteiligte LehrerInnen: Hans Angerer (Direktor) , Sepp Auzinger (GWK) , Gottfried Lackner(GSK), Maria Schwingenschlögl (RK)
  1. Einstieg:

    Die TeilnehmerInnen sollen im ersten Schritt beim Thema ankommen und sich ihres Wissens über die EU, ihrer Ängste und Erwartungen bewusst werden
    Methode: 6 Tische mit je 7 Sesseln sind vorbereitet, auf diesen steht eine Tafel: EU-Stammtisch; nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung ins Thema werden die S. eingeladen, sich über folgende Fragen zu unterhalten:
    1. Was will ich über die EU wissen?
    2. Welche Chancen sehe ich für mich?
    3. Was höre ich an negativen Bewertungen über die EU?
    4. Welche Ängste und Befürchtungen habe ich persönlich?
    Auf weiteren Tischen sind 4 leere Papierbögen mit den Fragen angebracht, welche die S. schon während ihres Gesprächs beschreiben können Nach 10 Minuten liest ein Moderator die Antworten vor und schreibt zu den Antworten die Nummer der jeweiligen Arbeitsgruppe dazu; dann teilt er die Gruppen so weit es geht, nach Interesse ein (Kluppenmethode)
    1. Produktion im Überfluss - Landwirtschaft
    2. Friedensprojekt Europa - geschichtl. Entwicklung
    3. nationale Grenzen überwinden - Europa erweitert sich nach dem Osten
    4. Mitreden in Europa: Verfassung, Institutionen,
    5. EU-Parlament
    6. Soziales Europa?
    7. Die EU überrollt Österreich - Transit
    8. Lernen ohne Grenzen - Bildung

  2. Arbeit in Gruppen

    Ort: Aula, Informatiksaal, Klassenräume 8a+8b, Bibliothek, Schülerberaterzimmer (Dachgeschoß)
    Zeit: 8.40-10.30
    Die Gruppen schreiben zuerst einmal von den Plakaten ab, welche Fragen sie behandeln sollen und einigen sich dann darauf, wie sie ihre Ergebnisse präsentieren werden: Plakate, OH-Folien, Powerpoint - Präsentation… Im Informatiksaal, in der Bibliothek und im Schülerberaterzimmer (Dachgeschoß) sind PCs mit Internetanschluss vorhanden, die Klassenräume der achten Klassen und die Aula können auch benutzt werden


  3. Präsentation

    10.40-11.30, Aula
    Jede Gruppe hat maximal 10 Minuten Zeit für die Präsentation


  4. Vortrag und Gespräch Markus Holzer

    Markus Holzer ist Chef der Abteilung für ländliche Entwicklung der Generaldirektion für Landwirtschaft der Europäischen Kommission. Er informiert über die Arbeitsweise der Kommission, die Aufgaben seines Referates, den Arbeitsalltag eines EU-Beamten und Karrierechancen in der Kommission.


  5. Check on balances

    Zusammenfassung des Gesprächs; Überprüfung, ob Wissenslücken gefüllt und Ängste abgebaut wurden; für offene Fragen auf die Materialien, EU-Links (europe direct Büros; EU-Abgeordnete bzw. deren MitarbeiterInnen) und eventuell weitere Unterrichtseinheiten im Klassenverband verweisen

Beschreibung des Projekts Europatag im BRG Ringstraße/Krems für EUROPTIMUS 2006

  • Das BRG als UNESCO - Schule ist auch in besonderem Maß verpflichtet seine SchülerInnen zu einer aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen, sozialen und politischem Leben zu erziehen.
  • Die erschreckenden Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage, die gerade unter Jugendlichen ein massives Desinteresse an der EU zeigten und die EU - Präsidentschaft Österreichs im zweiten Halbjahr 2006 veranlassten ein Lehrerteam dieser Schule ein Modell zu entwickeln, wie SchülerInnen de europäische Idee näher gebracht werden könnte.
  • Das Team bestand aus dem Direktor der Schule mit den Unterrichtsfächern Deutsch und Geschichte /Politische Bildung, der Religionslehrerin, die ein Praktikum bei der COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union) in Brüssel absolviert hatte und jeweils einem Lehrer für Geographie/Wirtschaftskunde bzw. Geschichte/Politische Bildung.
  • Zielgruppe waren die SchülerInnen der Maturaklassen, die in klassenübergreifenden Teams arbeiteten.
  • Vor dem eigentlichen Europatag waren im Fach Geographie und Wirtschaftskunde Informationsplakate angefertigt worden, auf denen die Länder der EU mit ihren Beitrittsdaten, Bevölkerungszahlen und - dichte, der Zahl der Abgeordneten im EU-Parlament, ihre Stimmen im Rat und das BIP pro Kopf dargestellt wurden.
  • Somit konnte am Europatag Vorwissen der SchülerInnen vorausgesetzt werden. Die Zielsetzung war nun, einen persönlichen Zugang der SchülerInnen zu schaffen, indem sie in einem ersten Schritt feststellten, was sie selbst noch gerne über die EU wissen wollten, worin sie sowohl ihre Chancen sähen, aber auch ihre Befürchtungen lägen und was es an allgemeinen Vorbehalten in der Bevölkerung gegenüber der EU gäbe.
  • Diese Punkte wurden dann den schon vorgegebenen Themen zugeordnet und die SchülerInnen recherchierten je nach Interesse in den nach Themen geordneten Arbeitsgruppen. Dazu hatten sie das Buch "EU for you", weitere Publikationen von Europe direct, die Bibliothek der Schule und das Internet zur Verfügung. Sie präsentierten ihre Ergebnisse auf Plakaten oder in Power-Point-Präsentationen.
  • Um die Sichtweise der Brüsseler "Bürokraten" erlebbarer und verständlicher zu machen, aber auch um Informationen über Strukturen und Abläufe innerhalb der Kommission zu erhalten, hatten wir Markus Holzer, den Chef der Abteilung für ländliche Entwicklung der Generaldirektion für Landwirtschaft der Europäischen Kommission, eingeladen. Er erzählte über die Aufgaben der Kommission und ihre Arbeitsweise und erlaubte uns einen Blick hinter die Kulissen der Kommission, indem er den Arbeitstag eines Kommissionsbeamten und das Alltagsleben in Brüssel beschrieb.
  • Der Check of Balances am Ende sollte klären, wie weit die Fragen der SchülerInnen nach diesem Tag beantwortet wurden und ob die Chancen doch die Nachteile einer Mitgliedschaft überwiegen.
  • Die Methode, nicht frontal allgemeine Informationen zu geben, sondern vom Wissensstand der SchülerInnen und ihren Erwartungen auszugehen und sie dann begleitet in Arbeitsgruppen recherchieren und auch eigenständig Präsentationsformen ausarbeiten zu lassen, scheint effektiv zu sein. Das Interesse der SchülerInnen war jedenfalls überdurchschnittlich hoch, einige haben nach diesen Informationen auch erwogen, sich für eines der Auslandsprogramme zu bewerben. Ob sie als Meinungsbildner das Europabewusstsein in Österreich heben werden können, wird die Zukunft und ihr späteres Engagement in diesen Fragen zeigen.
  • Die Schule plant, diesen Europatag jährlich jeweils für die Maturaklassen zu wiederholen, um den Absolventen einerseits die Chancen durch Austauschprogramme und Arbeitsmöglichkeiten in der EU aufzuzeigen und sie andererseits auch als MultiplikatorInnen für das Friedensprojekt Europa auszubilden.

  1. Produktion im Überfluss - Landwirtschaft; Wirtschaft allgemein
    Zu schnelles unkontrolliertes Wachstum 1, Nur Wirtschaftsinteresse, Teuro statt Euro, EU kostet viel Geld 1


  2. Friedensprojekt Europa - geschichtl. Entwicklung
    Verwirklichung der Ziele 2, Identitätsverlust 3, Zu verschiedene Bedürfnisse 2,3


  3. Nationale Grenzen überwinden - Europa erweitert sich nach dem Osten
    Wo ist die Grenze 3, Türkei? 3, Identitätsverlust 3, Zu verschiedene Bedürfnisse 2,3, Kriminalität durch Osterweiterung 3


  4. Mitreden in Europa: Verfassung, Institutionen, EU-Parlament
    Wie geht es mit der EU allgemein weiter 4, Gemeinsames Militär 4, Gemeinsame Verfassung 4, Iran-Krieg 4, Vereinfachte Reisemöglichkeit 4, Übermaß an Bürokratie 4, Die Kleinen gehen unter 4,5, Individualität geht verloren 4


  5. Soziales Europa?
    Was ist schwerwiegender: Wirtschaft oder Frieden oder Soziales 5, Freie Wahl des Wohnorts 5, Alles wird teurer 5, Die Kleinen gehen unter 4,5, "Ausländer" nehmen Jobs weg


  6. Die EU überrollt Österreich - Transit
    Noch mehr Transitverkehr ( Brenner) 6


  7. Lernen ohne Grenzen - Bildung
    Welche Auswirkungen auf mich persönlich 7, Auslandssemester 7, Auslandsjobs 7, Wenig Chancen - höhere Arbeitsmöglichkeit, durch Deutsche weniger Bildungsmöglichkeit, Weniger bzw. keine Studienplätze 7, Höhere Studiengebühren ( Vereinheitlichung) 7, Studienplätze 7, Deutsche nehmen Studienplätze weg 7