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Kunstauktion für Südindien

Im Süden Indiens soll ein Niederösterreich-Dorf entstehen, in dem Fischerhütten gebaut werden, deren Materialien von Firmen und Organisationen aus unserem Bundesland gespendet werden.
In diesem Dorf soll auch ein BRG-Haus stehen! (27.04.05)



Ankündigung der Auktion: Folder+Einladung

Erschüttert durch die Bilder von der Flutkatastrophe in Südostasien haben auch die SchülerInnen des BRG Ringstraße Geld gespendet. Doch die Hilfe sollte auch nachhaltig sein und wirklich bei den Menschen ankommen, die sie brauchen. Da bot sich das Projekt von Caritas, dem Land Niederösterreich und den Niederösterreichischen Nachrichten an. Im Süden Indiens, in der Provinz Tamil Nadu soll das Niederösterreich-Dorf entstehen, in dem Fischerhütten gebaut werden, deren Materialien von Firmen und Organisationen aus unserem Bundesland gespendet werden.

Warum sollten da nicht auch Schulen mittun? Und so entschloss sich die Schulgemeinschaft des BRG, eine Aktion zu starten, bei der soviel Geld eingenommen würde, dass in Südindien auch ein BRG-Haus entstünde. Die Talente und Kreativität der SchülerInnen werden in den Dienst dieser Sache gestellt. Die fünften Klassen malten Acrylbilder, die vom Direktor der Kunsthalle Krems, Dr. Tayfun Belgin versteigert werden. Die Jüngeren verfassten Haikus, eine alte japanische Gedichtform, welche die Natur in siebzehn Silben, aufgeteilt auf drei Zeilen, beschreibt. Diese illustrierten sie mit Linolschnitte und werden sie sie in hübschen Mappen anbieten. Die Schulsprecherin Theresa Binder wird mit ihrem Trio Prima Tonen (Theresa Binder, Flöte, Hannah Todt, Cello und Bernadette Matiosovits, Klavier) den Abend umrahmen, Unterstützung bekommen sie von Johannes Wels, Violine und Taner Türker, Cello.

Mag. Eder von der Caritas St.Pölten wird zu diesem Termin gerade rechtzeitig von der Grundsteinlegung der ersten Häuser, die er selbst miterlebt hat, berichten können.
Das BRG lädt auch Firmen und Geschäfte ein, die Bilder als Schaufensterdekoration zu ersteigern, mit einem Zertifikat kann das soziale Engagement den Kunden publik gemacht werden.
Auch der Reinertrag des BRG-Flohmarktes wird helfen, das BRG-Haus zu finanzieren. Spenden (Kleidung, Schmuck, Möbel, Bücher, CDs) können vormittags im BRG abgegeben werden. Der Verkauf findet in der alten Aula – Zugang Ringstraße – statt.
Rückbild auf die Veranstaltung:
Danke, wir haben es geschafft! Wir haben bei der Kunstauktion ca. 4.000€ eingenommen und auch der Flohmarkt hat 1700€ gebracht. Die Schulgemeinschaft des BRG wird nun die Patenschaft nicht nur über ein Haus, sondern sogar über ein zweites übernehmen.
Danke an alle, die mitgeholfen haben – beim Malen, beim Organisieren, diejenigen, die mitgesteigert haben, Dr. Belgin, der die Besucher durch seine witzige Präsentation so animiert hat, dass sie sich teilweise ziemlich hoch lizitierten. Danke an die Musik – Trio Primatonen und das Duo Wels/Türker Danke an die Sponsoren – Siller Druck und Kremser Bank, danke an alle, die geholfen haben, dass es ein gelungener Abend wurde….
Die Rede von Steffi Jäger und Georg Mantler:

Nachdem wir von den Medien auf die Flutkatastrophe in Südost-Asien vor einiger Zeit aufmerksam gemacht wurden, entschlossen wir uns den Betroffenen zu helfen.
Nachdem schon das Jugendrotkreuz unserer Schule Geld gesammelt hatte, wollten wir eine etwas andere Aktion starten. Wir wurden auf die „Aktion Hoffnung“ von Caritas St. Pölten und Niederösterreichischen Nachrichten aufmerksam, welche ein „Niederösterreich-Dorf“ mit Fischerhütten in einer Krisenregion aufbauen möchten. Uns gefiel dieses Projekt, weil es konkrete und lang anhaltende Hilfe ist, bei der das ganze Land Niederösterreich zusammen hilft.

Nun ging es darum, eine kreative Idee zu finden, um das so genannte „BRG Krems Haus“ zu finanzieren. Im Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung hatten wir begeistert Acrylbilder gemalt und da kristallisierte sich die Idee heraus, unsere Talente für andere einzusetzen. Wir wollen unsere Bilder einem größeren Publikum anbieten und den Erlös zu Gunsten der Flutopfer spenden. Umso größer war dann die Freude, dass Dr. Tayfun Belgin bereit war unsere Bilder zu bewerten und zu versteigern.

Den Entschluss gefasst, ging es nun an die praktische Umsetzung, dazu mussten Keilrahmen zusammengefügt werden, die genau im rechten Winkel ausgerichtet wurden, bevor man sich ans spannende Malen machen konnte. Doch uns wurde noch eine Hürde gestellt – die Grundierung, bei der wir endlos lange warteten, bis die Farbe trocknete. Irgendwann war es aber doch soweit.

„Das schaff’ ich doch nie!“, nicht nur einmal hörte man diesen Satz, bei der Motivauswahl. Hier wurden uns keinerlei Grenzen gesetzt und das führte zu manch langen Überlegungen. „Ich will etwas Abstraktes machen; das ist einfach, geht schnell und schaut gut aus.“, glaubte so manch einer. Das stellte sich aber später als Irrtum heraus. Denn mit ein paar Strichen war es noch lange nicht getan! Es wurde betrachtet, übermalt, ausgebessert, Rat von anderen geholt, und, und, und… Auch bei den Bildern mit konkreten Vorbildern und realem Inhalt dauerte nicht nur das Hauptmotive lange zu malen, sondern auch die unzähligen Feinarbeiten nahmen viel Genauigkeit und Zeit in Anspruch. Fast jeder hatte einen Tiefpunkt an dem er sein Bild am Liebsten weg geschoben hätte und nie wieder daran weiter malen wollte. Da vergaßen wir auch kurz die Dinge, an denen wir uns zuvor so gefreut hatten. Wir waren vor allem darüber glücklich, dass wir endlich einmal weg vom normalen, flatternden Zeichenblatt gingen und auf einer festen Leinwand malen konnten. Dies vermittelte auch ein bisschen Gefühl der Professionalität.

Genauso die Individualität der Farben, da jeder seine eigenen Mischergebnisse aus den 3 Grundfarben, sowie schwarz und weiß bekam. All diese Dinge und Frau Prof. Celar ermutigten uns dann doch, nicht aufzugeben und weiter zu malen.

Neben Geduld, Konzentrationsfähigkeit und kleine Kratzer beim zusammenstecken der Rahmen, forderte dieses Event auch einige Lieblingsshirts und Lieblingsjeans.

Die Glocke läutet, man legt die Schürze ab und man entdeckt tief trauernd, dass die wasserunlöslichen Farben doch einen Weg durch die schützenden Stofffasern gefunden haben – leider!

Aber im Endeffekt, sind wir stolz auf unsere Bilder und erhoffen uns von Ihnen gute N-O-T-E-N.

Wie bereits erwähnt, hatten wir eine Menge Spaß am Malen der Bilder, aber wir Schülerinnen und Schüler organisierten auch gemeinsam diesen Abend. Wir haben mitbekommen, wie anstrengend es sein kann, Folder zu layouten und drucken zu lassen, Sponsoren zu finden, das Buffet zu organisieren, und und und… ziemlich viel und mühsame Arbeit, bei der wir uns doch teilweise schwer taten. Dies forderte einen Mix von großem Engagement, geschicktem Organisationstalent und Teamfähigkeit aller Beteiligten. An dieser Stelle möchte ich auch für die großartige Unterstützung unserer Eltern und Lehrer danken!

Mit der Kunstauktion ist unsere Arbeit für die Flutopfer aber noch lange nicht getan; so steht auch der alljährliche BRG Flohmarkt kommenden Samstagvormittag im Zeichen der Tsunami-Hilfe, zu dem ich Sie gerne einlade!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und freue mich, wenn wir viel Geld für die Flutopfer zusammen bringen könnten!

Danke!