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Berufsinformation hautnah

Am 20.12 04 besuchte uns, die 4e, der in Österreich allbekannte Musiker Willi Langer. Am selber Tag hatte die 4d das Vergnügen, die Architektin Dipl. Ing. Alice Koller kennen zu lernen. (20.12.04)



Willi Langer am BRG

Für die, die ihn nicht kennen: Willi Langer ist ein (zweifellos weltklasse) Bassist, kann Alben mit u.a Tina Turner, Gloria Gaynor (I´ll survive), Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich u.ä aufweisen. Wir baten unsere Religionsprofessorin Frau Mayer- Schwingenschlögl, ihn zu fragen, ob es ihm möglich sei, seinen Bass in unsere Klasse mitzunehmen. Das war leider nicht möglich, was uns sehr Leid tat, da wir ihn gerne live erlebt hätten. Als Trost spielte er uns einige CDs vor, auf denen er mitgewirkt hatte. Er erzählte uns einige Anekdoten aus der Austropopszene, da er mit vielen Musikern auch persönlich befreundet ist. Dann berichtete er über seine Karriere als Musiker. Willi hat eigentlich eine HTL absolviert und die Musik nur nebenbei als Hobby betrieben. Er hat dann auch Wirtschaft zu studieren begonnen und erst als er sich bewusst war, dass er von seinen Gagen schon leben konnte, entschied er sich, hauptberuflich Musiker zu werden. Laut seinen Aussagen ist es ein knallharter Job. Er erzählte uns, dass er jeden Tag um 6.00 Uhr aufsteht, um seine Arbeit zu erledigen. Uns erstaunte, dass er noch nie in seinem Leben einen Schluck Alkohol getrunken oder eine Zigarette geraucht hat. Um gut leben zu können reichen die Gagen für Auftritte und Studioaufnahmen nicht aus. Der Bassist unterrichtet an der Universität für Musik, um ein fixes Nebeneinkommen zu haben. Das Gehalt eines Musikers unterliegt oft starken Schwankungen und ist oft weniger, als das Existenzminimum. Alles in allem eine tolle und lehrreiche Stunde, die meiner Meinung nach allen gefallen hat.

Wie baut man ein Haus?

Zuerst erzählte uns DI. Alice Koller von ihrer Ausbildung: Sie absolvierte eine AHS und studierte anschließend an der Hochschule Architektur. Dieses Studium dauert mindestens 9 Semester. Danach arbeitete Dipl. Ing. Koller drei Jahre in einem Architekturbüro. Seit ca. fünf Jahren ist sie eine der wenigen selbstständigen Frauen in Österreich, die in diesem Beruf tätig sind.
Sie ist der Ansicht, es sei ein harter Job, den sie aber trotzdem jederzeit wieder wählen würde. Allgemeinwissen und sehr viel Kreativität sind Voraussetzungen für diesen Beruf. Interessant an dem Beruf einer Architektin sind laut Dipl. Ing. Koller besonders die vielen verschiedenen Aufgabenbereiche. Als Nachteile sieht sie vor allem die Konkurrenzkämpfe unter den Architekten wie auch die hohe Arbeitslosenzahl. Wenn man diesen Beruf anstrebt, sollte man sich auch im Klaren darüber sein, dass er sehr zeitaufwendig ist.
Frau Dipl. Ing. Koller ging dann näher auf ihre Arbeit ein: Zuerst entstehen Entwürfe, wobei man einiges berücksichtigen muss.
Am wichtigsten ist:
  • Wie soll das Gebäude aussehen?
  • Wie soll es auf dem Grundstück stehen?
  • Welche Anforderungen soll es erfüllen?
Dann müssen Modelle gebaut werden und der Architekt muss sich auch mit dem Kunden über die Kosten absprechen. Vor den Bauarbeiten werden noch auf den Millimeter genaue Pläne mit dem Computer gezeichnet. Frau Dipl. Ing. Koller kontrolliert dann auch immer wieder das Geschehen auf der Baustelle. Bei Einfamilienhäusern, an denen man ein bis zwei Jahre arbeitet, wandern ca. 10% der Gesamtsumme, die das Haus kostet, in die Geldbörse des Architekten.
Insgesamt bedeutete der lehrreiche Vortrag der Architektin einen interessanten Beitrag zum Thema Berufsinformation, die gerade für uns SchülerInnen der 4. Klasse besonders wichtig ist.