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Jazzshow & Podiumsdiskussion

Mit Herz und Seele: Die junggebliebenen Musiker Oscar Klein und Romano Mussolini musizierten gemeinsam. (24.11.04)



Hochkarätige Jazzmusiker – Oscar Klein an Trompete, Gitarre, Mundharmonika und Klarinette, der Gaststar Romano Mussolini am Klavier, Heini Altbart, Schlagzeuger, und Massimo D’ Avola, Saxophonist – boten am 24. November 2004 eine erstklassige Entertainmentshow an unserer Schule. Mag. Rumpelmaier gelang es, diese Band, welche seit 25 Jahren erstmals wieder Krems besuchte, am BRG zu engagieren.
Im Anschluss an das Konzert folgte eine von Mag. Sulzgruber geleitete Podiumsdiskussion über die Schicksale des Juden Oscar Klein und Benito Mussolinis Sohn Romano.
Es gibt kaum eine ausdrucksstärkere, schwung- oder temperamentvollere Art zu musizieren als mit Blues und Jazzsongs. Die Vollblutmusiker aus den verschiedensten Nationen fanden sich an unserer Schule ein, versetzten alle Oberstufenschüler in die Atmosphäre rund um New Orleans und riefen große Freude und Begeisterung bei den Zuhörern hervor.
Das Duo Oscar Klein und Romano Mussolini verbindet eine mehr als zwanzigjährige Freundschaft. Daraus entstand dann auch ein gemeinsames künstlerisches Engagement. Obwohl Mussolini eher im modernen Jazz beheimatet ist und Klein im Dixieland und Oldtime Jazz, lernten die beiden einander 1975 bei einem Jazzfestival im Südtiroler Ort Bruneck kennen und schätzen. Sie sind seit diesem Zeitpunkt auch gemeinsam in Österreich aufgetreten, waren aber dennoch noch nie gemeinsam in Krems.
Oscar Klein, ein vielseitig begabter Musiker und eine legendäre Jazzgröße, verblüffte mit seinem Engagement, Witz, Aussehen als Schiffskapitän und seiner Begeisterung für Jazzmusik. Er erzählte zuerst aus seinem ereignisreichen Leben, bevor er „seiner“ Musik – dem Jazz – freien Lauf ließ und eine grandiose Unterhaltungsshow darbot. Romano Mussolini, Sohn des Faschisten-Führers Benito Mussolini, er spielte exzellent als Jazzpianist und war vom großen Beifall seitens der Schüler positiv überrascht. Die Musik von Heini Altbart, er besetzte das Schlagzeug und managte diesen Event, faszinierte wohl alle Schüler. So schnell aufeinanderfolgende Schläge und zwischendurch kleine „Kunststücke“ mit den Sticks (=Schlagzeug-Stäbchen) beeindruckten ebenso wie das berührende Saxophonspiel des Sizilianers Massimo D’ Avola.
Der 2. Teil der Vormittags-Veranstaltung war nicht mehr dem „Mississippi-Feeling“ der Musik gewidmet, sondern dem interessanten Thema „VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG IM POSITIVEN SINN – DER JUDE OSCAR KLEIN UND DER JÜNGSTE SOHN DES DUCE BENITO MUSSOLINI MUSIZIEREN GEMEINSAM“ in Form einer Podiumsdiskussion in englischer und italienischer Sprache. Die Schüler erarbeiteten im Vorfeld – fächerübergreifend – einen umfangreichen Fragenkatalog, um die beiden Künstler über deren Beziehung zueinander, ihre Eigenschaften, Tätigkeiten und selbstverständlich deren Leben und Vergangenheit zu interviewen.