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Wirtschaftsregierung abgelehnt, Asylgesetz angenom

EU – Planspiel im BRG (26.01.12)



Nicht zuletzt durch die Diskussionen rund um die Schuldenbremse wurde klar, wie stark europäische Entscheidungen unser Leben beeinflussen. Um diese Vorgänge besser zu durchschauen, wird im BRG regelmäßig ein Planspiel aller siebten und achten Klassen zum ThemaEuropäische Union durchgeführt.
Schon Wochen davor bilden sich Teams, welche die Europäische Kommission, den Rat und das Parlament repräsentieren und natürlich dürfen auch Lobbyinggruppen nicht fehlen.
Heuer wurden die drei Themen Wirtschaftsregierung, Internet – Kontrolle und einheitliche Asylpolitik gewählt, zu denen auf der eigens erstellten Europabrg – Homepage Informationen und Stellungnahmen ausgetauscht wurden. Am Europatag selbst entwarfen die Kommissionsmitglieder Gesetzesentwürfe, welche dann vom Parlament und dem Rat diskutiert und unter Beratung der Lobbyingggruppen abgeändert wurden.
Höhepunkt des Tages war die Plenarsitzung des Parlaments, zu der jeder der Schüler in die Rolle eines EU Parlamentariers geschlüpft war. Das Präsidium aus Vertretern der einzelnen Schulklassen übernahm den Vorsitz und dann wurden die einzelnen Gesetzesvorschläge noch einmal leidenschaftlich diskutiert - sogar auf Französisch und Italienisch und so ausdauernd und heftig, dass bei einer Redezeitüberschreitung fast die „Security“ eingreifen musste. Beeindruckend, aber auch erschreckend war die Parodie auf einen rechtsradikalen Abgeordneten, denn solche Reden werden ja leider auch wirklich gehalten und finden ihr Publikum.
Das Gesetz für mehr Befugnisse für die EU – Kommission in wirtschaftlichen Fragen wurde von den Parlamentariern abgelehnt, weil die Vorgaben zu strikt gehalten waren. Ebenso erging es dem Gesetz über den Cpoyrightschutz, das noch einmal an die Kommission rückverwiesen wurde, weil wesentliche Teile wie das Sperren von Inhalten mit faschistischen oder kinderpornographischen Inhalten fehlten. Bei der Annahme des dritten Gesetzes zeigte sich der Geist der UNESCO – Schule, denn es wurden einheitliche europaweite Aufnahmekriterien beschlossen, die einen Neubeginn der Asylanten im Aufnahmeland verbessern sollen.
Den Abschluss bildete eine Präsentation des Presseteams mit den Ergebnissen des Tages und einer Fotoshow.
Am darauf folgenden Tag konnte das Planspiel einem „reality check“ unterzogen werden, denn Karl Doutlik, ehemaliger Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien und Hilde Lorenz, Dolmetscherin in Brüssel, informierten allgemein über die Arbeit der Europäischen Union, beantworteten offene Fragen und boten auch einen Blick hinter die Kulissen, der frei war vom Filter der österreichischen PolitikerInnen und Medien.
So konnten die Jugendlichen nicht nur viel Wissen sammeln, sondern sie lernten auch politische Inhalte zu analysieren, sich in Teams eigenständig zu organisieren und vom Rednerpult für ihre Anliegen einzutreten – primitives EU – bashing hat nun hoffentlich keinen Platz mehr!