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Der Sommer in Irland kommt mit dem BRG

Die Sprachwoche der 6b in Dublin (16. - 25. September 2008) mit Elisabeth Streibel und Isabella Simhandl. (25.09.08)



Ob es das Engagement der SchülerInnen während des zehntätigen Projektaufenthalts in Dublin war oder einfach die Tatsache, dass es einen verregneten Sommer in Irland gegeben hat, die die Sonne dann im Herbst zum Strahlen gebracht hat, wir wissen es nicht. Das Wetter, das im anglophilen Raum einen zentralen Punkt im Leben einnimmt, war auf alle Fälle bestens. So auch die Zusammenarbeit mit dem International Study Centre Dublin.
Die SchülerInnen arbeiteten bereits in Österreich an von ihnen ausgewählten Projektthemen (Politik, Schwangerschaft und Abtreibung, Homosexualität, Theater, Rassismus und Minderheiten, Landwirtschaft in Irland, Kriminalitätsrate und Gewalt, um nur einige zu nennen) in Zweier- und Dreiergruppen. Die Vorarbeiten wurden am BRG in zwei Englischstunden eine Woche vor der Abreise nach Dublin präsentiert. Die Projektarbeit in Dublin war dann in classwork und fieldwork unterteilt. Erstere fand in der Sprachschule statt, wo den SchülerInnen geholfen wurde, Fragenkataloge zu den Themen zu entwickeln, ihnen die Vorgangsweise für die Interviews am Nachmittag erklärt wurde und Kontakte zu Institutionen hergestellt werden konnten. Fieldwork hieß praktische Arbeit, und zwar Gespräche mit Sozialarbeitern, der Backstage-Besuch eines Theaters gemeinsam mit einem Schauspieler, eine Führung in einem alten, aufgelassenen Gefängnis, dessen letzter Insasse der erste Präsident von Irland war, oder ein Tag auf einer irischen Farm. Jeder Gruppe wurde Gelegenheit gegeben, zu ihrem Projektthema nicht nur theoretisch zu arbeiten, sondern sich auch mit Personen aus diesem Bereich auszutauschen.

Am Ende des Kurses wurden alle ausgearbeiteten Projekte vorgestellt und von den Verantwortlichen der Sprachschule wurde ein Zertifikat ausgestellt, das sowohl die Sprachfertigkeit als auch die Art der Präsentation beurteilte. „Und sie waren streng“, meinten die SchülerInnen.
Kunst und Kultur war dann das Programm für den späten Nachmittag. Das Trinity College mit dem Book of Kells, die Nationalbibliothek, Christ Church und Dublinia- eine Ausstellung über den Einfluss der Kelten auf die irische Kultur - und Stadterkundungen gehörten mit dazu. Dass shopping eine interkulturelle Angelegenheit ist, wurde uns von den SchülerInnen nähergebracht.
Dass ein Besuch in Dublin ohne mit James Joyce vertraut zu werden, nicht möglich ist, war klar. Daher war auch der Besuch des James Joyce Museums im Martello Tower ein Programmpunkt.
Nur ein wichtiger Bereich im Kulturleben der Stadt blieb unentdeckt: irische Pubs. Die Regelungen diesbezüglich sind für Menschen unter 18 rigoros. Die Bekanntschaft mit Guinness konnten wir nur in Form einer Führung durch die Guinnessbrauerei machen. Ganz oben war das höchstgelegene Pub Dublins, ein architektonischer Leckerbissen, rundherum verglast, mit einem Ausblick in alle Richtungen. Auch hier wurden an Jugendliche nur soft drinks ausgeschenkt.
Bliebe eine Reise nach Irland auf Dublin beschränkt, so fehlte ein wesentlicher Teil – die Landschaft und das Grün. Höhepunkte des Ausflugsprogramms waren sicherlich Malahide Castle, Glendalough, Kilkenny, eine Küstenwanderung (viele sahen das erste Mal Seehunde ) und... Britta’s Bay mit dem schönsten und längsten Sandstrand, den man sich vorstellen kann. Der Atlantik hat zwar nicht unbedingt Badewannentemperatur, aber viele wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, bei einer Wassertemperatur von 15° die irische See zu testen.
Obwohl wir fast nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren- alle waren wir in Knockleyn, einem wunderschönen Bezirk im Süden von Dublin bei Gastfamilien (exzellent!) untergebracht- gab es fast täglich auch ein Abendprogramm. Auch hier war das Angebot vielfältig: Irischer Tanz, Bowling und ein Greyhoundrace. Wetten ist auch für Jugendliche erlaubt. Und wir nützten die Gelegenheit und wurden reicher. Leider nicht so reich, dass wir noch eine Woche verlängern hätten können.